Delegierte Verordnung (EU) 2019/758 zur Ergänzung der Vierten Geldwäscherichtlinie am 14. Mai 2019 veröffentlicht

Am 14. Mai 2019 wurde im Amtsblatt der Europäischen Union die delegierte Verordnung (EU) 2019/758 der EU-Kommission vom 31. Januar 2019 zur Ergänzung der Richtlinie (EU) 2015/849 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die von Kredit- und Finanzinstituten zur Minderung des Risikos von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in bestimmten Drittländern mindestens zu treffenden Maßnahmen und die Art zusätzlich zu treffender Maßnahmen veröffentlicht.

Die delegierte Verordnung legt eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen, unter anderem Mindestmaßnahmen, fest, die Kreditinstitute und Finanzinstitute ergreifen müssen, um das Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko wirksam zu bekämpfen, wenn das Recht eines Drittlandes die Umsetzung gruppenweiter Richtlinien und Verfahren gemäß Artikel 45 Abs. 1 und 3 der Vierten Geldwäscherichtlinie auf der Ebene von Zweigniederlassungen oder Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften, die Teil der Gruppe sind und in dem Drittland niedergelassen sind, nicht erlaubt.

Die delegierte Verordnung tritt entsprechend Art. 9 der Verordnung am 3. Juni 2019 in Kraft. Sie gilt ab dem 3. September 2019, um Kreditinstituten und Finanzinstituten genügend Zeit zu geben, ihre Geschäftsausrichtung und die Verfahren an die Anforderungen dieser Verordnung anzupassen.